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Graubünden, einige Zahlen und FaktenBearbeiten

Der Kanton Graubünden hat rund 187'800 Einwohnerinnen und Einwohner (Schweiz ca. 7,3 Mio.) (rund 41 % evangelisch, rund 47 % katholisch)und umfasst mit rund 7'100 Quadratkilometern einen Sechstel des schweizerischen Territoriums. Rund 32'400 Personen leben in der Hauptstadt Chur, einer der ältesten Siedlungen der Schweiz. Graubünden ist der einzige dreisprachige Kanton der Schweiz. 68 Prozent der Bevölkerung sprechen Deutsch, 15 Prozent Rätoromanisch und 10 Prozent Italienisch, während 7 Prozent andere Sprachen reden. Diese sprachliche Sonderstellung findet auch in der kulturellen Vielfalt ihren Niederschlag. Der ehemalige Dreibündestaat, auch "Rätische Alpenrepublik" genannt, schloss sich erst 1803 dem schweizerischen Staatenbund an.


Das Wichtigste in StichwortenBearbeiten

  • mit 7106 Quadratkilometern größter Schweizer Kanton
  • Graubünden umfasst ca. ein Sechstel der Fläche der Schweiz
  • zwei Drittel der Kantonsgrenzen sind zugleich Landesgrenzen
  • Anteil an der Landesgrenze der Schweiz: ca ein Viertel
  • typisches Gebirgs- und Hochland
  • 43 Prozent des Bündner Volks leben in Höhenlagen über 1000 Meter gegenüber bloss 3.1 Prozent im Schnitt der ganzen Schweiz
  • die höchstgelegene Gemeinde Avers liegt auf 1963 müM, die Fraktion Avers-Juf gar auf 2126 müM
  • am niedrigsten liegt San Vittore: 279 müM
  • mittlere Höhe 2100 müM. Damit übertrifft Graubünden alle Regionen des Alpenbogens
  • höchster Punkt: Piz Bernina mit 4049 müM
  • tiefster Punkt: Kantonsgrenze zum Tessin mit 260 müM
  • 90 Prozent des Bündner Bodens liegen über 1200 müM, während die landwirtschaftlich ertragsreiche Zone unter 600 müM nur 1 Prozent ausmacht
  • 150 Täler, 615 Seen, 937 Berggipfel
  • Gewässer 1.5%, Siedlungsfläche 1.8%, Wiesen/Äcker/Obst und Reben 6.0%, Alpweiden 23.8%, Wälder 26.7%, unproduktive Fläche 40.2%
  • alpenübergreifende Nord-Süd-Ausdehnung* Rhein fließt in Nordsee, Inn ins Schwarze Meer, Flüsse der Südtäler in die Adria
  • dünnst besiedelter Kanton der Schweiz mit 26 Personen pro Quadratkilometer (Schweiz 178)
  • Wohnbevölkerung ca. 187'800, davon rund 15 Prozent Ausländer/innen
  • Hauptsprachen: Deutsch 68%, Rätoromanisch 15%, Italienisch 10%, andere 7%
  • Standseilbahnen: 6, Pendelbahnen: 27, Gondelbahnen: 20, Sesselbahnen: 100, Skilifte: 360
  • SBB 20 Kilometer, RhB 385 Kilometer (längste Schmalspurbahn Europas)
  • Nationalstrasse 162 km, Kantonsstrassen 599 km, Verbindungsstrassen 883 km. Total 1644 km.
  • 11 Bezirke, 39 Kreise und 206 Gemeinden
  • Beschäftigte: Dienstleistungen 66%, Industrie und Gewerbe 24%, Land- und Forstwirtschaft 10%
  • Total Logiernächte 2000: 12.3 Mio. / 2003: 11.9 Mio.
  • Gesamtzahl der Gastbetten in Hotellerie und in der Parahotellerie: ca. 171'000
  • Bruttostromerzeugung pro Jahr 6641 Mio. KWh oder 11.1% der schweizerischen Stromproduktion
  • Volkseinkommen pro Kopf 2004: 45'946 Franken, das sind 87.3% des schweizerischen Mittelwerts. Graubünden steht damit gesamtschweizerisch an der 13. Stelle
  • Mehrsprachigkeit in Schulen und Verwaltung

Die Haupttäler sind das Vorderrheintal und das Engadin, das durch den Malojapass mit dem Bergell, durch den Berninapass mit dem Puschlav verbunden ist. Graubünden ist der einzige dreisprachige Kanton der Schweiz: 68 % der Bevölkerung sind deutschsprachig, zum Teil auf Einwanderung von Wallisern (Walser) zurückgehend (zum Teil in Sprachinseln); 14 % sprechen Rätoromanisch (→Rätoromanen), im Vorderrheintal mit Disentis als Kulturmittelpunkt, im Albulatal (mit Oberhalbstein) und im Engadin; 10 % sprechen Italienisch (in den südlichen Tälern). Alle drei Sprachen sind in Graubünden gleichberechtigt. - Neben Landwirtschaft und industriellem Sektor überwiegt heute der Dienstleistungsbereich. Haupterwerbsquellen sind Fremdenverkehr und Viehzucht (Almwirtschaft, auf 25 % der Kantonsfläche); Holz-, Papier-, Zement-, Metall-, chemische und Lebensmittelindustrie, Baugewerbe; mit 70 Wasserkraftwerken wichtiger Energielieferant. Graubünden ist reich an Heilquellen (Sankt Moritz, Scuol, Tarasp-Vulpera u. a.); größte heilklimatische Kurorte sind Davos und Arosa. Die Haupttäler sind durch Pässe (u. a. Julier, Flüela, Albula und San Bernardino) sowie durch die Rhätische Bahn (Streckennetz 396 km [seit 1999 um den 19 km langen Vereinatunnel zwischen Klosters und Susch erweitert]) verbunden.

Verfassung Bearbeiten

Nach der am 18. 5. 2003 durch Referendum gebilligten Verfassung (seit 1. 1. 2004 in Kraft) liegt die Legislative beim Volk und beim Großen Rat (120 Abgeordnete, für 3 Jahre gewählt; Frauenstimmrecht seit 1972) und die Exekutive bei der Regierung (5 Mitglieder, auf 4 Jahre direkt gewählt). Durch die neue Verfassung wird das Wahlverfahren verändert und das bisherige Majorzverfahren durch eine Mischung von Majorz und Proporz ersetzt. Verfassungsänderungen, Gesetze, Staatsverträge sowie gewisse Ausgabenbeschlüsse unterliegen dem obligatorischen Referendum.


GeschichteBearbeiten

Das von Rätern bewohnte Gebiet wurde 15 v. Chr. von den Römern unterworfen und Teil der römischen Provinz Raetia Prima; es kam 536 n. Chr. zum Fränkischen, 843 zum Ostfränkischen Reich und war später Teil des Heiligen Römischen Reiches, behielt aber unter dem Bischof von Chur (deshalb früher auch >Churrätien< genannt) und dem Abt von Disentis eine gewisse Unabhängigkeit. 1367 entstand gegen die Bedrohung durch die Herzöge von Österreich der Gotteshausbund, 1395 der Obere beziehungsweise Graue Bund, 1436 der Zehngerichtebund; die beiden Ersten verbanden sich 1497/98 mit sieben von den Acht alten Orten der Eidgenossenschaft. 1512-1797 gehörten die Landschaften Bormio, Veltlin und Chiavenna zum Herrschaftsgebiet Graubündens. Die Reformation fand schon 1523 in Graubünden Eingang. 1524 schlossen sich die Drei Bünde staatsrechtlich zusammen. Im Dreißigjährigen Krieg suchten Österreich und Spanien die Bündner Pässe gegen Venedig und Frankreich zu behaupten. In Graubünden befehdeten sich die prohabsburgische Partei unter Führung der Familie Planta und die profranzösische unter Führung der Salis (>Bündner Wirren<, 1603-35/37). Georg →Jenatsch konnte Graubünden 1637 von französischer Besatzung befreien, auch gelang es 1649-52, alle Rechte Österreichs v. a. am Zehngerichtebund abzulösen. 1798 wurde Graubünden als Kanton Rätien mit der Helvetischen Republik vereinigt und 1803 (Mediationsakte) 15. Kanton der Eidgenossenschaft.

LINK ZU DATEN/ZAHLEN/FAKTENBearbeiten

http://www.gr.ch/Deutsch/seiten.cfm?idnav1=1&idnav2=7&seite=/Deutsch/Land_&_Leute/zahlen_fakten.cfm

hier lohnt es sich auf jeden Fall, Informationen abzufragen z.B. gibt es unter "Übersicht" eine Präsentation/Untersuchungsergebnisse zu der touristischne Entwicklung (rückläufig)

AMT FÜR WIRTSCHAFT UND TOURISMUS Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden, Statistik Grabenstrasse 1, 7000 Chur Kontakte Marco Maissen, Statistik Marco.Maissen@awt.gr.ch 081 257 23 74 und 081 257 23 42 Internet www.awt.gr.ch

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